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 RPG

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Cho
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BeitragThema: RPG    Di Sep 22, 2015 8:44 pm

[Hier RPG-Namen einfügen, sobald wir wissen, wie es heißen soll]



Handlung
Eine Krankheit geht im Lande um, von der zwar nicht bekannt ist, wie sie sich verbreitet, jedoch dass sie die Betroffenen über kurz oder lang (je nach Alter, körperlicher Konstitution, etc.) unausweichlich in den Tod führt. Der einzige "Vorteil" dieser Seuche besteht darin dass diejenigen die unter ihr leiden mit besonderen Kräften ausgestattet werden, die von Charakter zu Charakter unterschiedlich sind.

Einige machen sich auf die Suche nach Antworten. Sie wollen wissen was hinter dieser Seuche steckt.


Handlungsort und - zeitraum

Handlungsort:
Das Land bzw. die Welt für die ebenfalls noch keinen Namen haben.
Hierbei kommt noch eine Besonderheit hinzu, denn eine grobe "Map" zur Orientierung ist bereits vorhanden, kann aber jederzeit erweitert werden. Orte werden erst dann auf der Karte ergänzt, wenn sie im RPG gefallen sind. Hierfür währe es auch gut, wenn ihr mir Feedback geben würdet wo auf der Karte ihr die Orte, die ihr euch ersinnt hinhaben wollt, damit ich sie einfügen kann.
Lasst uns diese Welt zusammen entdecken!

Handlungszeitraum:
Mitteralterliche Welt ohne Verwendung von Hightech.

(vorläufige Landkarte):
 

Hinweise für die Schreiber:
Bitte über jeden Eintrag schreiben, welcher Charakter verwendet wird und wo er sich befindet, damit man es übersichtlich halten kann.
Danke. Smile


Zuletzt von Cho am Do Nov 05, 2015 8:54 pm bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Mi Sep 23, 2015 7:53 pm

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat [kleines Dorf  südwestlich der Barrenwälder]

Nuriel war noch vor dem ersten Hahnenschrei in den Wald hinter ihrem Haus verschwunden um ihre Zutaten zusammen zu suchen. Die Blätter unter ihren Füßen raschelten vernehmlich und das Geäst, durch welches sie sich vorarbeitete knackte protestierend, als die Frau endlich fand was sie gesucht hatte konnte sie sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Sie streifte ihre Handschuhe über und griff zu einer Blume mit wunderschönen violetten Blütenblättern, langte daran vorbei und riss eine Hand voll Gras heraus, welches stark an Unkraut erinnerte. Doch sie wusste es besser und lies den Ballen in dem Lederbeutel an ihrer Hüfte verschwinden.
Da es aber doch langsam heller wurde beschloss die Schwarzhaarige erst einmal wieder zurück zugehen. Als sie den Wald verließ und in den Himmel schaute, um zu überprüfen ob es heute regnen würde, sah sie einen großen schwarzen Vogel über den Himmel gleiten. Als er langsam aus ihrem Blickfeld verschwand blickte sie ihm neidisch hinterher. Es musste herrlich sein fliegen zu können.
Doch das würde nicht passieren.

Der Tag war noch lang und sie hatte noch zu tun.
Während sie ihre Hütte betrat streifte sie Kapuze ab, welche ihre Haare im Wald vor den Ästen geschützt hatte, die sich sonst nur unnötig darin verhädert hatten. Danach begann sie den Inhalt ihres Beutels auf einem kleinen Steintisch zu entleeren.
Ein gutes Dutzend Yabasar-Beeren, einige Rauschbeeren und auch das Unkraut kullerten heraus.
Nuriel runzelte die Stirn. Sie hätte schwören können, dass da noch etwas fehlte. Sie schüttelte den Beutel erneut. Nach einigen Sekunden lösten sich auch die Krähenbeeren, welche sie auf dem Rückweg gefunden hatte. Sie nahm sie in die Hand und wollte sie gerade in einer der vielen Tontöpfe verschwinden lassen, als sie ein Geräusch vernahm. Es klang als würde etwas gegen die Holzläden picken. Sie öffnete diese, konnte sich aber schon denken wer der klopfte.
Etwas flatterte zurück, als die Frau die Holzläden öffnete und landete danach wieder auf der Fensterbank.
Es war ein großer schwarzer Nachtrabe, der sie freudig ankrächzte.
Nuriels Blick wurde weich als sie ihn sah.

"Hallo Epos, mein guter alter Freund. Kommst du mich besuchen?"
Der Rabe krächzte wie zu einer Antwort und wandte dann sein Augenmerk auf die Krähenbeeren, welche Nuriel vor dem Öffnen der Fensterläden auf dem Tisch abgelegt hatte. Die Frau folgte seinem Blick; konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"Du alter Schlawiner. Kommst du nur wegen der Beeren?"
Ein empört klingendes "Krah" erklang und der Rabe flatterte auf Nuriels Schulter, wie um ihr zu zeigen, dass er es nicht nur auf die wohlschmeckenden Beeren abgesehen hatte.
Sie lachte und hielt ihm die Beeren hin.
"Also gut, also gut."
Zwischen den Beiden herrschte eine Vertrautheit, welche sie noch zu Keinem sonst herstellen konnte. Der große Vogel mit seinem pechschwarzen Gefieder und den intelligent funkelnden Augen war ihr bester und zugleich auch ihr einiger Freund.
Während sie ihm dabei zusah, wie er ihr die Beeren vorsichtig aus der Hand pickte streichelte sie ihm mit der anderen Hand behutsam den Kopf.
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Arixem
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BeitragThema: Re: RPG    So Okt 25, 2015 11:34 am

Charakter: Elenor
Ort: eine Stunde von Gherat [kleines Dorf  südwestlich der Barrenwälder] entfernt

Sie waren schon einige Zeit unterwegs gewesen, als die Sonne, zu ihrem Leidwesen, am Horizont aufging. Die ersten Strahlen, die auf ihre blasse Haut wanderten entlockten ihr ein genervtes Zischen, jedoch sagte sie sonst nichts mehr dazu. Seth hatte schon genug Sorgen mit ihr...da musste sie sich nun wirklich nicht wegen jeder Kleinigkeit beschweren die sie zu stören begann.
Jeder Vampir in ihrer Situation hätte nun schon begonnen zu schreien, während seine Haut langsam Stück für Stück von dessen Körper geschält und verbrannt worden wäre. Die junge Damen fühlte aber nur ein unangenehmes Bizzeln auf ihrer Haut, welches sie gut ignorieren konnte.
Trotz alledem holte sie nun auch schon ihren schwarzen Sonnenschirm hervor und schütze so gut wie möglich ihre Haut. Denn...auch wenn es sie nicht leiden ließ setzte es ihrer Kraft deutlich zu. Also warum nicht verhindern wenn doch die Möglichkeit bestand?

"Wenn ich mich nicht irre kann ich dort vorne eine Stadt erkennen...oder wenigstens ein Dorf"
Die Stimme ihres Gefährten, welche an einen fließenden Bach erinnerte, brachte Elenor dazu aufzublicken. Ein Lächeln legte sich auf ihre vollen Lippen als nun auch sie den Rauch in der Ferne entdecken konnte. Wenn sie weiterhin das Tempo beibehielten würde es wohl nur noch wenige Minuten dauern bis sie die Mauer erreichten.
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Fr Okt 30, 2015 9:22 am

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Plötzlich hämmerte es gegen die Tür und eine hohe Stimme brüllte nach der Kräuterkundigen.
Seufzend setzte sie Epos auf der Tischplatte ab und band sich ihre braune Leinenschürze um die Hüfte während sie auf die Eingangstür zutrat. Nuriel atmete einmal tief durch bevor sie öffnete.
Vor ihr stand eine wütende dürre Frau mit Dutt, eingefallen purpurroten Wangen und verzerrtem Gesicht. Noch bevor Nuriel fragen konnte was denn passiert war trat die Frau einen Schritt auf sie zu und versuchte sie zu packen.

"Du HEXE! Du Giftmischerin! Wegen dir geht es meinem armen Veron so schlecht!"
Nuriel trat einen Schritt zurück und schaute verdutzt. Dass der dicke Veron eine Ehefrau gefunden hatte war ihr unbegreiflich, aber vom ersten Eindruck her schien sie zumindest zu ihm zu passen.
Nachdem die Ehefrau erneut versuchte nach Nuriels Haaren zu greifen wurde es dieser zu blöd und sie packte ihre Angreiferin bei den Händen. Das machte diese jedoch nur noch wütender und sie begann nach Nuriel zu treten, während sie ihre Schimpftriade fortführte.
"Wa-"
"Auf den Scheiterhaufen mit dir Hexe!"
Das war der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. Wenn Nuriel endlich erfahren wollte worum es nun ging musste sie die Frau zum Schweigen bringen. Und da sie nicht zu Wort kam löste sie eine Hand von den Handknöcheln der Frau und ohrfeigte sie, bevor diese erneut "Scheiterhaufen!" schreien konnte.
Von einem Moment auf den anderen setzte Totenstille ein. Und die Frau hielt sich mit weit aufgerissenen, wässrigen Augen die Wange.
"Entschuldigung. Ich wünschte das wäre nicht nötig gewesen."
Nuriel lies sie nun vollständig los und rieb sich kurz die Schläfen.
"Wenn Sie nur herumbrüllen und mir nicht erklären was nun genau vorgefallen ist kann ich Ihnen auch nicht helfen. Also ist es jetzt an der Zeit sich zu beruhigen und mir zu sagen, was ich Ihrem Mann angetan haben soll. Zudem wäre es nett wenn sie mir ihren Namen verraten würden."

Noch immer verdutzt aber nun wieder klarer bei Verstand begann ihre Besucherin zu sprechen.
"Ich heiße Agathe....
Also... Veron hat einen Pilz bei ihnen gekauft, der essbar sein sollte. Und ich sollte ihm den heute zubereiten. Eine Stunde nachdem er ihn gegessen hat begann er sich zu erbrechen und... und...."
Nuriel dämmerte es.
"War der Pilz zufällig orange?"
Agathe begann zu schluchzen.
"Ja... aber nicht ganz... Du Hexe hast ihn vergiftet... aber warum? Veron ist doch so ein guter Mann."
Nuriel musste es sich verkniefen die Augen zu verdrehen als sie das hörte. Doch der Fall war nun klar.
Der Choleriker Veron hatte tatsächlich einen Pilz bei ihr gekauft. Das war jedoch nun schon eine Woche her.
Trocken begann sie Agathe zu erklären, was mit ihrem Mann los war.

"Ich habe Ihren Mann nicht vergiftet. Zwar habe ich ihm tatsächlich einen Pilz verkauft, aber das war ein Frevelporling. Und die sind nunmal nur frisch essbar. Das habe ich ihm aber auch gesagt. Sobald sie anfangen gräuliche Ränder zu bekommen, sollte man sie nicht mehr essen. Dass habe ich ihm aber auch gesagt. Wenn er nicht hört ist er selbst Schuld, dass er nicht mehr vom Klo kommt."
Agathes Augen funkelten sie böse an, doch Nuriel sprach weiter.
"Gib deinem Mann viel Wasser zu trinken, damit er nicht austrocknet und warte ab. Morgen sollte er wieder fast normal sein. Trotzdem muss er eine Woche lang auf Fleisch und Alkohol verzichten, wenn er wieder ganz gesund werden will."
Eigentlich müsste er weder auf Fleisch noch auf Alkohol verzichten, aber den Spaß gönnte sich Nuriel. Veron war immer mit einer der ersten der gegen sie vorging und seine Medizin trotz allem immer bei ihr bezog. Ein durch und durch widerlicher Kerl mit massivem Übergewicht und Walrossschnauzer.
"Wenn es das jetzt war können Sie jetzt ja zu ihrem Mann gehen."
Ohne sich auf weitere Diskussionen oder Proteste einzulassen schob sie die Frau aus der Tür und schloss sie.
Kopfschüttelnd drehte Nuriel sich zu Epos um, der immer noch auf der Tischplatte saß und alles interessiert beobachtet hatte.
"Ach Epos... Menschen sind einfach dämmlich. Hast du ein Glück, dass du ein Rabe bist."
"Krah!"
Das Gefieder des Nachtraben plusterte sich auf.
"Ja, Epos. Der beste Rabe."
"Krah."
Zufrieden flog Epos aus dem Fenster.
Nuriel griff sich eine Schaufel und verlies ebenfalls das Haus um ihren Kräutergarten umzugraben.
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BeitragThema: Re: RPG    Mo Nov 09, 2015 9:54 pm

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
Mit einem Schnipsen ihres Fingers machte sie sich unsichtbar und bezog Posten vor dem Fenster. Eine Kräuterkundige, das ist mal etwas anderes. Anastasia kannte zwar die Heiler aus ihrer Heimat, doch schien diese "Hexe" - so wurde sie zumindest von ihrer Besucherin bezeichnet- keinerlei Magie im herkömmlichen Sinne zu verwenden. Sie schien stattdessen die Natur eingehend studiert zu haben und sie sich nutzbar zu machen. Wobei der Rabe zugegebenermaßen schon ziemlich dem typischen Hexenklischee entsprach. Hatte Nuriel ihrer Besucherin tatsächlich grade eine Ohrfeige verpasst? Völlig zurecht, schließlich hatte die andere zuerst angegriffen. Anastasia war begeistert von Nuriels Temperament. Sie war nun erst recht furchtbar neugierig auf diesen Auftrag und gespannt, was für einen Konflikt sie in dieser Welt lösen und was sie von Nuriel lernen würde. Oh, die Besucherin - Agathe hieß sie wohl- verließ grade das Haus. Anastasia sprintete hinter den nächsten Busch- bis ihr auffiel, dass sie unsichtbar war. Sie zog grade Blätter aus ihrem Haar, die sich in den Locken verheddert hatten, und streifte den Dreck von ihrem Kleid, als auch Nuriel das Haus verließ. Anastasia folgte ihr unauffällig in Richtung des Kräutergartens.
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Mo Nov 09, 2015 11:29 pm

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat [kleines Dorf  südwestlich der Barrenwälder]

In ihrem kleinen Garten angekommen rammte Nuriel die Schaufel in den Erdboden und begann die Erde umzugraben um ein Loch auszuheben um den kleinen verkümmerten Baum, den sie im Wald gefunden hatte, eingraben zu können. An seinem Herkunftsort hätte er keine Überlebenschancen gehabt, da ihm die anderen Bäume in seiner Umgebung jedliche Nährstoffe entzogen und er weder ausreichend Licht noch Wasser hatte. Als sie ihn sah, war er schon fast verkümmert, doch Nuriel grub ihn aus und zog den kleinen, halbtoten Setzling in einem ihrer vielen Töpfe zu einer halbwegs annehmbaren Größe. Jetzt hatte er zumindest eine Chance. Sie hoffte darauf, dass aus ihm ein großer starker Baum werden würde. Wenn sie sich nicht irrte war er etwas ganz Besonderes.

Als das Loch tief genug warf sie die Schaufel beiseite und betrat das Haus erneut um ihn unter einigen Anstrengungen mitsamt des Topfes herauszuschleppen. Er war schwer und Nuriel spürte, wie ihr die ersten Schweißtropfen über die Stirn krochen. Als sie es endlich geschafft hatte ihn zum Loch zu schleifen zog sie alles hinein. Als der Baum den Grund erreichte hörte man das Zersplittern des Tons. Doch Nuriel kümmerte es nicht. Sie begann den Rest mit Erde zuzuschütten.
Zeig deinen Überlebenswillen, flüsterte sie dem kleinen Baum in Gedanken zu.

Ihr Rücken tat weh von der Anstrengung. Als das letzte bisschen Erde zu ihrer Zufriedenheit verteilt war legte sie sich neben ihren neuen Freund ins Gras und starrte mit unverklärtem Blick in den Himmel. Es gab noch so viel zutun, doch erst einmal brauchte sie eine Pause.
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 12:28 am

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
Ein reichlich kümmerlicher Baum, den Nuriel da einzugraben versuchte, dachte Anastasia. Sie kannte seinerzeit in der Heimat durchaus Magier, die ihn dennoch hätten retten können. Sie war gespannt, wie Nuriel dies anstellen würde. Bisher schuftete die Kräuterkundige hauptsächlich, sie kam schon ins Schwitzen. Na immerhin gönnte sie sich eine Pause, nachdem sie den Baum fertig eingegraben hatte. Huch, was ist das? Die Pflanze dort hinten sieht interessant aus... *klong* Sie stolperte über die Schaufel. Verdammt. Das war es wohl mit der Tarnung
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 9:44 am

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Nuriel war kurz vor dem Einschlafen, als sie ein Geräusch hörte, welches aus keinem Garten zu kommen hatte, wenn man allein in ihm war. Sie öffnete die Augen und sah Epos durch den Himmel gleiten. Von ihm kam das Geräusch also nicht. Sie setzte sich auf und blickte in die Richtung, aus der Sie das Geräusch vermutete. Der Vogel schien zu spüren, dass etwas anders war und kreiste über dem Garten.
Ein Mädchen mit roten Haaren stolperte durch ihren Garten und zertrat hierbei einige ihrer Kräuter. Seufzend stand sie auf und ging schnellen Schrittes auf sie zu.
Vor dem Mädchen angekommen sah sie diese mit kaltem, undurchdringlichen Blick an.
"Wer bist du und was willst du?"
Epos setzte zum Sturzflug an und bremste im letzten Moment ab um sanft auf Nuriels Schulter zu landen. Danach legte er den Kopf schief und krähte das Mädchen an, fest entschlossen seine Freundin zu beschützen, wenn es nötig wurde. Währenddessen mussterte sie das Mädchen von oben bis unten und versuchte sich ein Bild von ihr zu machen.
"Ach und geh´ bitte von meinen Pflanzen runter. Sie bekommen bald keine Luft mehr", fügte sie mit einem Blick auf die Füße des Mädchens hinzu und zeigte auf den Weg um ihr verstehen zu geben, dass sie sich dort hinstellen konnte.
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 9:58 am

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat

Nun, das war wohl gründlich schief gelaufen. Nuriel hatte sie bemerkt. Sogar der Rabe kam herunter geflogen und schaute sie drohend an. Zugegeben war er dabei aber noch lange nicht so furchteinflößend wie Nuriel selbst. Was für einen tollen ersten Eindruck sie den beiden vermitteln musste. Jetzt galt es, das beste aus der Situation zu machen. Hastig stellte sich Anastasia, wie Nuriel sie gebeten hatte, auf den Weg und streckte ihr grinsend die Hand entgegen. "Hallo, ich bin Anastasia und ich bin hier, um dir zu helfen. Wobei ich dir helfen soll weiß ich allerdings auch noch nicht."
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 10:33 am

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Nuriel hob die Augenbraue. Weder sie noch Epos waren sonderlich überzeugt von dem was diese Anastasia erzählte. So nahm sie es wortlos als gegeben hin und ging, Anastasias Hand ignorierend, in die Hocke um die beschädigten Pflanzen zu begutachten. Sie waren plattgedrückt, und einige gebrochen, aber die Mehrzahl würde es mit etwas Wasser überstehen. Sie griff nach der Schaufel und stellte sich wieder auf um dem Mädchen in die Augen zu blicken.
Epos sprang von ihrer Schulter und flog zum Fensterbrett um die Situation von dort aus weiterzubeobachten.
Nuriel blickte dann hinterher und ging danach über den kleinen Weg auf ihren Brunnen zu. Dort angekommen drehte sie sich zu Anastasia um und deutete ihr mit einer Handbewegung an ihr zu folgen. Währenddessen begann sie den an einem Seil befestigten Wassereimer nach oben zu kurbeln.
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 10:53 am

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
Vor Peinlichkeit rot angelaufen steht sie unschlüssig daneben und schaut in den Brunnen hinein. "Soll ich vielleicht kurbeln?", fragt Anastasia, bekommt aber keine Antwort. Das könnte ja heiter werden. Nuriel mochte sie jetzt schon nicht. Aber wie sollte sie ihren Job als Heldenhelfer bloß erledigen wenn sie keinen Zugang zu ihr fand? Sie würde versuchen, sich mit Nuriel gut zu stellen. Wofür braucht sie denn das Wasser? Wahrscheinlich für die Pflanzen? Anastasia seufzt. Zu zweit hatten sie es immer viel leichter auf den Aufträgen... Am Himmel sieht sie einen Raben mit sehr vertrautem verschmitztem Blick. Sie hatten ihr Odysseus vorbei geschickt, na endlich! Sie dreht sich um und sieht, wie er zu Nuriels Raben aufs Fensterbrett fliegt. Sie ist aber wieder ganz aufmerksam, sobald sie hört dass der Eimer mit Wasser oben angekommen ist. Was hatte Nuriel jetzt vor?
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 11:31 am

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Nuriel griff nach dem Eimer und drückte ihn dem Mädchen in die Arme, die mit hochrotem Kopf neben ihr gestanden hatte.
"Wenn du wirklich helfen willst dann beweise es." Sie sah zu dem Fleck mit den eingedrückten Pflanzen herüber und dann wieder zu Anastasia.
"Zuerst wirst du die Pflanzen gießen, die du eingedrückt hast. Pass dabei auf nicht alles unter Wasser zu setzen und verteile es gut. Wenn der Eimer leer ist holst du noch mal einen Eimer und bringst ihn zu mir ins Haus. Ich muss die Kräuter weiter vorbereiten."
Sie hob den Arm und rief nach dem stolzen Nachtraben. Dieser saß neben einem weiteren Raben und beäugte seinen Verwandten, flog aber nach einigen weiteren Blicken zu seiner Freundin und landete auf ihrem Arm. Mit einem fast schon weichen Tonfall, welcher ihre Zuneigung dem Raben gegenüber ausdrückte begann sie zu sprechen.
"Tu mir bitte den Gefallen und pass auf das Mädchen auf, während ich drinnen bin."
"Krah!"
"Danke."
Nuriel lächelte dem Raben zu und streichelte ihm kurz über den Kopf bevor er wieder aufflog und nun auf Anastasias Schulter landete. Die Kräuterfrau wusste, dass sie ihrem Freund vertrauen konnte. Er würde sowohl aufpassen dass sie keinen Unfug baute als auch dass ihr nichts passierte. Sie wusste wie die Leute im Dorf mit Menschen umgingen, die zu lange auf ihrem Grundstück waren.
"Ich lass dir die Seitentür offen. Komm dann einfach durch."
Ohne ein weiteres Wort lies Nuriel das Mädchen stehen und ging ins Haus. Wie versprochen blieb die Tür offen. Sie ging in ihren Trockenraum und suchte nach einigen Kräutern. Nach eingehender Prüfung befand sie sowohl eine purpurene Blume als auch einen Büschel blauen Grases als trocken genug und ging zu ihrer Arbeitsplatte um sie mit ihrem Mörser zu einem feinen Pulver zu zermahlen.
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 10:16 pm

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
Pass auf das Mädchen auf? Hatte sie das grade wirklich gesagt? Als müsste man auf sie aufpassen. Sie würde schon nichts mehr kaputt machen. Und derjenige, der ihr etwas tun konnte, der musste erst noch geboren werden. Anastasia fühlte sich ein kleines Bisschen unterschätzt. Da gefror ihr doch glatt vor lauter Frust das Wasser im Eimer. Dies war zwar schnell behoben, gab ihr aber einen Anlass, tief durchzuatmen und sich zu beruhigen. So verteilte sie ruhig und vorsichtig und mit einem ziemlich schlechten Gewissens wegen ihrer Ungeschicklichkeit das Wasser über die armen plattgedrückten Pflanzen. Odysseus krähte ihr zu, wo noch Wasser fehlte, damit es auch wirklich gleichmäßig verteilt wäre. Er hatte schon verstanden, dass diese Arbeit dazu diente, das Vertrauen der zu betreuenden Protagonistin zu gewinnen. Als sie damit fertig waren, füllten sie den Eimer erneut auf und machten sich auf den Weg hinein, durch die für sie offen gelassene Seitentür. Um nicht weiter aufzufallen setzt sich Odysseus in Gestalt einer Fliege mal hier hin und mal dort hin im Raum, obwohl ihm Insekten ausgesprochen unangenehm sind, aber für den Anfang ist es besser, sich im Hintergrund zu halten. Anastasia stellt den Eimer neben Nuriel und schaut ihr über die Schulter, während sie anscheinend getrocknete Kräuter oder so etwas zermahlt.
"Bitteschön, dein Wasser. Den Pflanzen draußen geht es hoffentlich auch bald wieder besser. Tut mir übrigens wirklich leid, ich hoffe ich hab keinen bleibenden Schaden angerichtet."
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 17, 2015 10:59 pm

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Nuriel zuckte leicht mit den Schultern als sie Anastasias Worte vernahm. Dann packte sie den ziemlich vollen Wassereimer am Griff und schüttete den Inhalt in einen großen, schwarzen Kessel im Zentrum des Raumes.
Sie ging im die Hocke und entzündete eine kleine Flamme unter dem Kessel.
Während sie darauf wartete dass das Wasser zu kochen begann hackte sie am anderen Ende des Tisches Pfefferminzblätter klein und füllte sie zusammen mit dem blauen Pulver der zuvor zerstoßenen Kräuter in zwei kleine, dünne, fast papierartige Säckchen, welche sie mit einem dünnen Faden zuschnürrte.
Im Anschluss daran holte sie zwei Holzkrüge aus einem kleinen Schrank. Diese stellte sie auf den Tisch.

In der Zwischenzeit hatte das Wasser zu kochen begonnen. Mit einer Kelle schöpfte sie die heiße Flüssigkeit in die Becher und gab die Kräuterbeutel hinzu.
Danach verließ sie kurz den Raum und kam mit zwei Stühlen zurück, welche auch schon bessere Tage gesehen hatten. Sie deutete Anastasia sich auf einen Stuhl zu setzten.
Nuriel ging  zu den Bechern und trat mit ihnen an Anastasia heran. Einen gab sie ihr, den anderem behielt sie und setzte sich.
"Lass ihn am besten erst etwas abkühlen. In der Zwischenzeit kannst du mir nochmal genau erklären was es mit deinem Besuch auf sich hat."


Zuletzt von Cho am Fr Nov 20, 2015 8:39 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: RPG    Do Nov 19, 2015 3:39 pm

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
"Setz dich besser erstmal hin.", fordert Anastasia Nuriel auf. Das was sie ihr zu erzählen hatte, konnte einen ganz schön umhauen. "Nun, zuerst einmal muss ich dir sagen, dass diese Welt, in der du lebst, nicht die einzige ist. Es gibt ganz viele verschiedene parallele Welten. Die, aus der ich komme, existiert seit einiger Zeit nicht mehr. Es ist seitdem mein Job, durch die Welten zu reisen, eine für die Entwicklung dieser Welt besonders wichtige Person ausfindig zu machen und ihr zu helfen. Deshalb bin ich jetzt hier bei dir. Ich wäre nicht hier her geschickt worden, wenn eure Welt kein Problem hätte, aber leider weiß ich nicht, welches Problem das ist. Hast du eine Ahnung?"
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BeitragThema: Re: RPG    Fr Nov 20, 2015 8:38 pm

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Nicht sonderlich überzeugt von Anastasias Worten zog Nuriel eine Augenbraue hoch und nahm dann einen Schluck aus dem Becher. Entgegen ihres Desinteresses Menschen geenüber versuchte sie die letzte Frage des Rotschopfes ehrlich zu beantworten.
"In dieser Welt läuft so einiges schief, aber ich wüsste nicht was ich damit zutun haben soll."
Sie machte eine Handbewegung durch den Raum.
"Wie du siehst ist das hier mein Platz. Ich wohne und mache meine Arbeit hier, aber ansonsten kümmern mich die Probleme der Menschen recht wenig."

Ein stechender Schmerz zog durch ihren Kopf. Das blaue Kraut begann wohl langsam seine Nebenwirkungen zu zeigen. Zwar half es in heißem Zustand, Körper und Geist zu entspannen, jedoch sorgte es auch für stechende Kopfschmerzen wenn man log oder nicht alles offen legte. Nuriel hatte nicht immer so wenig für die Menschen übrig gehabt.

Warum das Lügenkraut, wie Nuriel es manchmal nannte, so wirkte war ihr nicht bekannt, aber sie wusste dass es Anastasia auch so gehen würde wenn sie log oder Dinge verschwieg.
Da das Mädchen jedoch nicht das Gesicht verzog und auch sonst keinerlei Anzeichen für Kopfschmerzen zeigte gab es nur zwei Möglichkeiten.
Nummer 1 würde bedeuten, dass sie die Wahrheit sagte.
Nummer 2 könnte heißen, dass sie das was sie sagte wirklich glaubte, ob es nun stimmt oder nicht.
Nur wenn man vollkommen von der Wahrheit dessen überzeugt war was man sagte konnte man das blaue Kraut täuschen.

Sie nahm noch einen kräftigen Schluck und verlagerte ihren Fuß von einem Fuß auf den anderen.
"Wie hieß deine Welt und warum existiert sie nicht mehr?"
Nuriels Stimmlage verriet dass sie nicht sonderlich überzeugt klang.
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BeitragThema: Re: RPG    Mo Nov 23, 2015 7:41 pm

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
Oh Nuriel, dachte Anastasia, du tust doch nur so als ob dich Menschen nicht interessieren, um dich selbst zu schützen... Aber warum verzieht die Kräuterfrau das Gesicht so komisch, fast als hätte sie Kopfschmerzen? "Mein Königreich hieß Belantis. Meine Familie war Teil der Regierung, doch durch den Tod meiner Eltern und meines Onkels und diverser anderer Mitglieder der Regierung fiel mir die Herrschaft zu. Gestorben sind sie teilweise im Krieg, der die Welt geschwächt hat, und als eine Armee aus dem bösartigen Teil des Weltengefüges bei uns einfiel starb der Rest. Ich hab überlebt weil der Anführer dieser Armee mich auf seiner Seite haben wollte, aber das hat er nicht geschafft. Nach einer Weile konnte ich zurück kehren und mit den Überlebenden gegen die verbliebenen Besatzer kämpfen. Wir haben die Welt letztlich selbst vernichtet, damit sie nicht in die falschen Hände gerät, und die Überlebenden auf andere Welten verteilt." Die Geschichte vom Untergang ihres Königreiches machte sie noch immer traurig. "Hab ich dir genug erzählt, um dein Vertrauen zu gewinnen?", fragt sie gequält lächelnd.
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BeitragThema: Re: RPG    Di Nov 24, 2015 10:00 pm

Charakter: Nuriel
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Nuriel runzelte die Stirn, als sie zum ersten Mal ernsthaft über das nachdachte, was Anastasia ihr sagte.
"Wäre es nicht besser gewesen, die bösen vorerst gewinnen zu lassen und dann nach und nach durch Rebellion wieder die Oberhand gewinnen zu können?" Verblüfft stellte sie fest, dass sie die Antwort auf diese Frage nach Anastasias Worten wirklich interessierte.
"Ist es nicht ein schwereres Verbrechen eine überlebensfähige Welt zu zerstören?"
Nuriel trat an Anastasie heran und setzte sich im Schneidersitz auf einen in der Nähe stehenden Strohballen.
"Wenn ich ehrlich bin, war in deinem Tee eine Art Wahrheitspulver integriert. Es zwingt einen zwar nicht dazu die Wahrheit zu sagen, aber wenn man lügt oder einen Teil der Wahrheit weglässt, egal ob bewusst oder unterbewusst, dann bekommt man Kopfschmerzen."
Sie nahm noch einen Schluck und sah in ihren Krug. Dieser war schon fast leer und sie sah nun den Bodensatz der violetten Flüssigkeit.
"Und jetzt komme ich zu dem Punkt, an dem ich nicht wirklich weiter weiß.
Entweder das was du sagst stimmt, was mich zu der Frage führt was zum Teufel ich bitte erreichen sollte... oder das was du sagst stimmt nicht, aber da du glaubst das es stimmt wirkt der Tee nicht."




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Anya_Fuchsmädchen
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BeitragThema: Re: RPG    Di Dez 01, 2015 11:59 pm

Charakter: Anastasia
Ort: Gherat
"Natürlich stimmt das was ich sage! Wieso sollte ich dich anlügen?" Anastasia schüttelt den Kopf. "Die Welt war vielleicht überlebensfähig, aber sie wäre in falsche Hände geraten, wenn wir sie nicht zerstört hätten. Das hab ich dir doch schon gesagt. Wir mussten alles zu Grunde richten. Es war nichts mehr zu retten. Selbst wenn wir sie wieder gewonnen hätten. Das Risiko war zu unverhältnismäßig hoch. Ich weiß, du kannst es vielleicht nicht nachvollziehen, aber wir hatten unsere Gründe. Als Königin ist mir diese Entscheidung auch nicht leicht gefallen, glaube mir" So viel über Zuhause zu reden bedeutet für sie große Überwindung. Betrübt schaut sie zu Boden. Odysseus kuschelt sich in Gestalt eines rostroten Katers zu ihren Füßen an sie heran, als er dies bemerkt und sie trösten will. "Lass uns über etwas anderes reden", bittet sie Nuriel.
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Mi Dez 02, 2015 12:44 pm

Charakter: Nuriel
Ort: Gherat

Wortlos saßen sie nun da.
Nuriel konnte sich vorstellen, wie Anastasia sich fühlte und sah dabei zu wie ein rostroter Kater um ihre Beine strich. Irgendwie kam er ihr sehr bekannt vor. Ein Blick aus dem Fenster genügte um ihr zu zeigen dass der Tag schon weiter vorgeschritten war. Viel weiter als sie eigentlich gedacht hatte.
Hatten sie tatsächlich schon so lange geredet dass sich der Himmel schon wieder langsam in abendrötliche Töne hüllte?
Sie wollte gerade etwas sagen als plötzlich panische Schreie von außen an ihre Ohren drangen.
Mit einem Ruck setzte sie sich auf. Diese waren anders als die zu Tagesbeginn.
Nuriel stellte den Krug auf den Bogen und ging zur Eingangstür. Als sie diese öffnete viel ihr ein kleiner verdreckter Junge fast entgegen.
Es war Torben, der Sohn des Dorfschmieds.
Mit verheulten Blick und laufender Nase blieb er schnaufend vor ihr stehen. Er war so schnell gerannt wie ihn seine kleinen, dünnen Beine trugen.
Noch immer ganz außer Atem begann er zu sprechen.
"Nuriel! Du musst sofort kommen! Irgendwas stimmt mit dem Onkel nicht!"
Torbens Onkel war ein Söldner namens Berg, der nur ab und an seinen Bruder und dessen Familie besuchte.
"Was ist los?", fragte Nuriel während sie systematisch begann durch das kleine Haus zu laufen und Sachen in einen Lederbeutel zu stopfen. Man wusste ja nie was man gerade so brauchte.
"Der Onkel... keuch ... er war bei uns und hat auf einmal angefangen um sich zu schlagen und dann hat er gehustet... keuch... Jetzt liegt er schwer atmend am Boden und bekommt keine Luft mehr! Bitte komm schnell!"
Nuriel ging zurück zu dem Jungen, drehte sich hierbei aber noch ein letztes Mal zu Anastasia um.
"Wenn du willst komm´ mit. Vielleicht hat das was mit dem zutun weswegen du hier bist. Ich lauf´ schonmal vor. Der Junge bringt dich hin, falls ich schneller bin."
Dann rannte sie los.
Da sie etwas abseits vom eigentlichen Dorf wohnte und Torben mit seinen Eltern am anderen Ende des Dorfes wohnten würde es eine Weile dauern. Wertvolle Sekunden die es einzuholen galt.
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BeitragThema: Re: RPG    Sa Jan 09, 2016 9:05 pm

Charakter: Anastasia
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Nuriel rennt los. Anastasia schüttelt den Kopf. Wieso denn so umständlich? Sie schließt die Augen und umfasst ihre Kette. Die weiten weißen Schwingen brechen aus ihrem Rücken heraus. Rasch hat sie Nuriel eingeholt und packt sie. "Wir nehmen eine Abkürzung. Luftlinie." Sie gibt dem Jungen ein Zeichen, dass sie zurück kommen wird um ihn zu holen, er winkt ab. Odysseus lässt ihm da allerdings keine Wahl, schon hat er sich in einen übergroßen Adler verwandelt und nimmt ihn auf den Rücken, bald haben sie schon die beiden Hexen eingeholt. Sie fliegen auf das Dorf zu. "Wo müssen wir denn hin?"
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    So Jan 10, 2016 7:13 pm

Charakter: Nuriel
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Nuriel schnappte kurz nach Luft als Anastasia sie in die Lüfte hob und mit ihr in Richtung Dorfmitte flog. Wann war sie wohl das letzte Mal geflogen? Es war eine Weile her.
Nuriel zeigte in Richtung eines kleinen Kirchturms.
"Flieg zum Kirchturm und lande dahinter."
So würde man das Mädchen vielleicht wenigstens "nur" für einen Engel halten, und sie nicht sofort verdammen, falls man sie sah.
"Danach ist es nicht mehr weit."
Sie versuchte hinter sich einen Blick auf den Jungen zu werfen, aber es gelang ihr nicht ganz, da ihre schwarze Mähne immer wieder ins Gesicht gepeitscht wurde.
Als sie es aufgab und den Kopf wieder in Flugrichtung drehte kam der Turm immer näher.
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BeitragThema: Re: RPG    Mo Jun 20, 2016 9:19 pm

Charakter: Anastasia
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Anastasia steuert also auf den Kirchturm zu. Die Dorfbewohner sind zum Glück nicht besonders aufmerksam, sie glaubt zumindest nicht, dass sie gesehen wurde. Sie ist sich noch nicht sicher, wie sie reagieren würden, sollten sie sie entdecken, doch es geht darum, einem Menschen zu helfen, und das ist wichtiger. Hinter dem Kirchturm setzt sie zur Landung an, wie Nuriel es ihr gesagt hat. Nachdem sie Nuriel abgesetzt hat, beendet sie den Flügelzauber und die Flügel lösen sich wieder auf.
Auch Odysseus und der Junge sind inzwischen angekommen.
"Und wohin jetzt?"
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Cho
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BeitragThema: Re: RPG    Di Jun 21, 2016 9:25 pm

Charakter: Nuriel
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"Folg mir einfach, wir sind gleich da", antwortete Nuriel kühl und ging von einem zügigen Gang in einen leichten Trab über, immer weiter Richtung Südwesten. Schon von weitem hörte sie die Schreie. Als sie um die letzte Ecke bog war das Spektakel bereits fast verklungen. Ein Dutzend Dorfbewohner standen hatten ein Grüppchen gebildet und tuschelten wild durcheinander, während der Dorfschmied Velz neben seinem Bruder hockte und nicht wusste was er tun sollte. Er hob seinen Blick als er Nuriel bemerkte.
"Hilf ihm."
Nun besah sich Nuriel den Patienten. Er zuckte kaum noch und schwarzer Schaum hatte sich um seine Mundwinkel gebildet. Soetwas hatte sie noch nie gesehen, aber instinktiv spürte sie dass sie für Berg nichts tun konnte.

"Ich kann nicht viel für ihn tun. Er wird vermutlich so oder so sterben."
Ihr Tonfall war unterkühlt und nur einer der sie wirklich gut und lange kannte, so wie Epos, wusste dass sie trotz allem Bedauern für Berg empfand.
Das war jedoch nicht die Antwort die Velz hören wollte.
"BITTE!", schrie er. "BITTE!!!"
Verzweiflung schwang in seiner Stimme mit.
"Ich versuche es, aber gib nicht mir die Schuld, wenn er trotzdem stirbt."
Der Schmied schluckte hörbar und nickte dann.
"Einverstanden."
Auch Nuriel nickte nun.
"Gut. Mehr muss ich nicht wissen. Geh bei Seite ich brauche den Platz."
Mit einem Blick zu Anastasia zückte sie ihr Messer und ging auf Berg zu, dessen Brustkorb sich immer langsamer hob und sank und dessen Röcheln immer leiser und weiter entfernt wirkte.
"Ich werde ihm nun in die Kehle schneiden und ihm die Luftröhre öffnen. Hoffen wir mal dass es hilft. Während ich das tue möchte ich dich bitten in der Zwischenzeit so schnell wie möglich das hohle spitze Holzröhrchen aus meiner Tasche zu geben und danach die Liebesperlen aus meinem Beutel zu holen. Ich brauche genau 15. Keine mehr. Keine weniger. Sie sind klein, rund und blassrosa bis lila. Bitte suche nur die Blassrosanen. Das Röhrchen jedoch ist wichtiger." Sie warf ihr den Beutel zu, hatte keine Zeit sich um alles gleichzeitig zu kümmern. Das was passierte musste schnell gehen. Es durften keine Fehler gemacht werden. Und selbst wenn man keinen Fehler machte würde Berg vermutlich sterben.

Die Kräuterkundige kniete sich zu Berg.
"Mögen die die Götter beistehen."
Sie setzte das sichelförmige Messer an seine Kehle.
"Berg, ich kann nicht versprechen, dass es hilft. Hol saubere Tücher."
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BeitragThema: Re: RPG    Di Jun 21, 2016 9:56 pm

Charakter: Anastasia
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Anastasia hatte eigentlich keine Zeit, vom Inhalt der Tasche fasziniert zu sein. Sie musste nach den Dingen suchen, die Nuriel ihr eben genannt hatte. Ein Holzröhrchen... da! Sie reichte es Nuriel. Nun noch die Liebsperlen. Ohje wo waren sie bloß? Grüne Perlen. Blaue Perlen. Kräuter, bündelweise. Da waren sie, endlich! Panisch wuselte sie herüber zu Nuriel. Die beachtete sie kaum, war ganz auf ihren Patienten konzentriert. Anastasia zählte genau 15 Perlen ab. Die blassrosanen. Sie hielt die Perlen in der Hand, schaute sich nach einem Behälter um. Odysseus verwandelte sich in einer Ecke unauffällig in eine Schüssel. Schmunzelnd befüllte sie ihn mit den Perlen. Damit stellte sie sich wieder neben Nuriel. Sie war einfach unglaublich! Anastasia wünschte sich, ihr besser helfen zu können. Selbst das was sie von Josh damals gelernt hatte, wäre aufgrund der unterschiedlichen Flora in dieser Welt nutzlos. Doch wie sie Nuriel so beobachtete, stellte sie fest, wie unschätzbar viel die Fähigkeit zu heilen wert ist, aber auch wie abgehärtet Nuriel schien, wahrscheinlich durch all die Personen, denen sie nicht helfen konnte. Wie alt mochte sie wohl sein? Nicht viel älter als sie selbst, dem Aussehen nach zu urteilen, doch was bedeutete das schon? Bei diesem Patienten jedenfalls schien sie Erfolg zu haben, es kam kein Schaum mehr aus seinem Mund.

Nuriel streckte die Hand nach den Perlen aus. Anastasia schüttete sie ihr vorsichtig in die Handfläche.
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